Wenn aus Stress der Burnout wird
Ein wissenschaftlicher Service der mse Pharmazeutika GmbH
Stress? Warum gesunde Mitochondrien so wichtig sind.
Stress gehört zum Leben, und Stress hat viele Facetten. Es gibt den positiven und negativen Stress. Kann man die Belastungen gut meistern und nimmt den Stress als positiv wahr, spricht man auch von Eustress, mitochondrial auch als Mitohormese beschrieben. Dazu gehört zum Beispiel die aufgeregte Anspannung eines Sportlers vor einem Wettkampf, das bekannte Lampenfieber vor einem Auftritt oder die Glücksgefühle vor einem großen Ereignis wie Heirat oder Geburt.
Zum Disstress hingegen gehören alle Anforderungen und Situationen, die man als negativ empfindet oder nicht zur eigenen Zufriedenheit bewältigen kann. Typische Faktoren, die in der heutigen Gesellschaft Disstress erzeugen, sind etwa die Dauererreichbarkeit als Folge der Digitalisierung, Doppelbelastung durch Familie und Beruf oder auch Zukunftsängste, bei-spielsweise durch unsichere Arbeitsverhältnisse. Im Folgenden geht es um diesen auf Dauer krankmachenden Stress.
Was ist Stress und was bewirkt er im unserem Körper?
Die Ursachen von Stress können sein:
1. Psychische Belastungen
2. Körperliche Überanstrengung
3. Krankheit
4. Arzneimittel
5. Gifte, z.B. Gewerbegifte
6. Strahlung
Jede Form von Stress versetzt den Körper in eine Art Alarmzustand, den die Evolution als Gegenstrategie hervorgebracht hat. Stress bewirkt die Ausschüttung verschiedener Hormone (Adrenalin, Dopamin, Cortisol und weiteren), die im Körper unter anderem zum Blutzuckeranstieg führen und so unseren Körper in kürzester Zeit mit der notwendigen Energie versorgen, ursprünglich um entweder einen Kampf aufzunehmen oder erfolgreich die Flucht zu ergreifen. Wir sehen uns also einer Gefahr gegenüber, früher waren es zum Beispiel wilde Tiere, und unser Körper reagiert unbewusst mit der Ausschüttung von Hormonen, damit un-sere Mitochondrien, die „Kraftwerke der Zellen“, kurzfristig ausreichend Energie freisetzen können. Auch heute noch reagiert unser Körper auf Situationen, die uns ängstigen mit der Ausschüttung von Hormonen. Ob Alltagssorgen, Versagensängste, Beziehungsstress, Mob-bing, Krankheit oder auch extreme Temperaturen, nicht immer ist einem die Ursache für den Stress bewusst. Wird aber ein latenter Stress zum Dauerzustand, werden wir mit der Zeit immer leichter reizbar, bis wir schließlich körperlich krank werden.
Wie reagiert unser Körper auf Stress – Stress verstehen lernen
Der Körper reagiert auf Stress, indem er verschiedene Botenstoffe aussendet: Dopamin, Nor-adrenalin, Adrenalin, Cortisol, Serotonin, DHEA (Dehydroepiandrosteron; ein Steroid-hormon), Glutamat und GABA (Gamma-Aminobuttersäure; funktioniert als körpereigenes Beruhigungsmittel). Über diese Botenstoffe werden wichtige Funktionen, wie Aufmerksam-keit, Wachsamkeit, Konzentration, Motivation und vor allem der Herzschlag und das Atemvo-lumen gesteuert. Bei Stress nehmen die Energiebildung und Muskelkraft zu, damit der Körper auf die (vermeintliche) Gefahrensituation schnell antworten kann. Zugleich werden andere Funktionen heruntergeregelt, die für die unmittelbare Gefahrenabwehr keine Rolle spielen: Verdauung, Im-munreaktionen, aber auch die differenzierte Wahrnehmung und das Abwägen von Entschei-dungen. Was passiert also, wenn wir ständig „unter Strom“ stehen und selbst am Abend nicht zur Ruhe kommen? Manche Menschen konsumieren zur Ablenkung verstärkt Genussmittel oder Medikamente, was aber letztlich die Regenerationsfähigkeit der Zellen zusätzlich belas-tet, und unsere Mitochondrien werden damit nur noch schneller erschöpft und schließlich auch dauerhaft geschädigt. In unserem Bauch verbirgt sich ein komplexes Nervensystem, das aufgebaut ist wie das Gehirn in unserem Kopf. Mediziner bezeichnen es als enterisches Nervensystem oder schlicht als Bauchgehirn. Das Bauchgehirn besteht aus etwa 100 bis 200 Millionen Nervenzellen zwischen den Muskelschichten der Darmwand.
Stress schlägt auf den Magen
Der Stress, z.B. unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen, verursacht Bauch-schmerzen, das weiß schon der Volksmund. Im Gastrointestinaltrakt macht sich Stress im Extremfall sogar ganz unmittelbar bemerkbar, wenn sich einem der Magen zusammenzieht. Häufiger begegnet uns aber der latente, andauernde Stress, der schleichend zu Veränderun-gen im Verdauungssystem führt, genauer in den Zellen der Darmschleimhaut und im Mikrobi-om der Darmflora, die mit den Darmzellen im regen Austausch steht.
Probleme im Gastrointestinaltrakt wie Durchfall oder auch Verstopfungen können also durch-aus eine natürliche Antwort des Körpers auf Stress sein, was der Arzt unbedingt auch be-rücksichtigen sollte. Durchfall wiederum verstärkt den Verlust an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.
Dauerstress macht krank – seelisch und körperlich
Die psychische Belastung durch Stress nimmt unter den Mitochondrialen Erkrankungen (Mul-tisystemerkrankungen) eine besondere Stellung ein, da sie ohne körperliche Ursachen orga-nische Krankheiten herbeiführen kann. Schon eine fünfminütige Stresssituation ist bereits 30 Minuten später im Blut nachweisbar.
Dauerstress schädigt vor allem die Mitochondrien in unseren körpereigenen Zellen. Der Be-darf an Mikronährstoffen wie Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Magnesium und Kalium steigt unter Stress stark an. Kommen noch weitere schädigende Faktoren hinzu, kann es dauerhaft zu stillen entzündlichen Reaktionen im Körper kommen, der sogenannten Silent Inflammation, also stillen chronischen Entzündung, die anders als akute Entzündungen oh-ne sichtbare Symptome auftreten. Sie können in unterschiedlichen Organen im Körper auftre-ten, zu schweren Organschädigungen führen und sich als chronische Erkrankungen mani-festieren.
Stress führt zu:
• einer Öffnung der Blut-Hirn-Schranke
• einer vermehrten Hormonausschüttung (beeinflusst nahezu alle Organe
• einem erhöhten Energieumsatz
• vermehrter Bildung Freier Radikale (Oxidativer Stress in den Zellen)
• Entzündungsprozessen (Nitrosativer Stress)
• einer Belastung des Immunsystems
• steigender Infektionsanfälligkeit
Stress schwächt das Immunsystem
Dauerstress verändert die Hormonsteuerung
Auf Dauer führt der Stress zu unerwünschten Anpassungen des hormonellen Signalsystems. Unter anderem kann es über die Hormonausschüttung zu einer verstärkten Freisetzung eines spezifischer Transkriptionsfaktor, das NF-κB (für: nuclear factor 'kappa-light-chain-enhancer' of activated B-cells) kommen. Dieser reaktionsschnelle und vielseitige Faktor des Immunsystems reguliert nicht nur die Immunantwort bei Entzündungen, sondern steuert an mehreren Stellen die Bildung von körpereigenen Proteinen. Durch Dauerbelastung können nicht nur Depressionen ausgelöst werden und neurodegenerative Erkrankungen entstehen. Ist das Immunsystem durch die verstärkte Freisetzung von NF-κB dauerhaft „scharf“ gestellt, können eigentlich harmlose Stoffe aus der Nahrung zu Unverträglichkeiten führen oder sogar Autoimmunreaktionen auslösen, also die Bekämpfung körpereigener Substanzen durch das eigene Immunsystem. Solche Dauerbelastung führt daher oft zu einer Multisystemerkrankung.
Dass Nerven direkt auf Zellebene körperliche Veränderungen auslösen, ist schon länger bekannt. Dies gilt nicht nur für den Stress, denn glücklicherweise funktioniert es auch umgekehrt: Eine als angenehm empfundene Umarmung setzt Oxytocin frei, das als „Kuschelhormon“ bekannte Hormon, welches positive Emotionen noch verstärkt und gleichzeitig hilft, Stress abzubauen. Da der Stress auch die Immunabwehr schwächt, können vermehrt schädliche Viren in unseren Körper gelangen. Oftmals bleiben die tieferen Ursachen, wie der Dauerstress, der Mikronährstoffmangel und die erschöpften Mitochondrien unerkannt und somit unbehandelt. Sind unsere Mitochondrien erst vorgeschädigt, sinkt sowohl die Schwelle, die bei uns Stress auslöst, wie auch unsere Fähigkeit, mit dem Stress umzugehen.
Unter Stress ist der Bedarf an Mikronährstoffen, deutlich erhöht. Auch der „stresstypischen Ernährung“, wie Fast Food und Süßigkeiten mangelt es an ausreichenden Mengen notwendi-ger Mikronährstoffe. Über längere Sicht führt diese kalorienreiche, aber nährstoffarme Ernährung zu weiteren Belastungen der Zellgesundheit.
MitoMedizin bei Stress
Symptome, die auf übermäßige Stressbelastungen hinweisen:
• Fatigue, CCRF
• Schlafstörungen
• Appetitlosigkeit
• Magen-Darm-Beschwerden
• Sexuelle Störungen
• Migräne
• Tinnitus
• Augenerkrankungen
• Verstärkte Gereiztheit/verringerte Frustrationstoleranz
• Herz-Kreislauf-Beschwerden
• Verstärkte Anfälligkeit für Infektionserkrankungen
Unter Stress werden die Mikronährstoffe in den Zellen besonders schnell verstoffwechselt. Schon ein leichter Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen, die für den Zellstoffwechsel lebensnotwendig sind, kann jedoch im Zusammenspiel mit chronischem Stress eine Kaskade organischer Schädigungen in Gang setzen. Im Laufe der Zeit können diese Schäden zu einer schweren körperlichen Erkrankung führen. Die Funktionsfähigkeit der Mitochondrien und damit gesunde Körperzellen zu erhalten, ist daher das Ziel der MitoMedizin.
Wir können Stress nicht immer vermeiden. Vor seinen Auswirkungen können und sollten wir uns jedoch schützen. Bereits ein paar regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft (sogenanntes Waldbaden; Isopren einatmen) können Körper und Geist wieder in Einklang bringen. Zudem ist es sehr wichtig, unseren Körper mit allen notwendigen Mikronährstoffen zu versorgen, um etwa stressbedingte Zellschädigungen zu minimieren und die körpereigene Regeneration zu unterstützen. Stress sollte man rechtzeitig und konsequent vorbeugen. Dazu gehören:
• gesunde Ernährung
• Optimierung des Energie- und Mikronährstoffhaushaltes
• ausreichender Schlaf
• Erlernen von Entspannungstechniken und Stressmanagement
• Kontakte und Hobbies pflegen
• Alkohol und Kaffee in Maßen, Nikotin meiden
• regelmäßige körperliche Aktivitäten (wenigstens 20 Min. täglich; z.B. Spaziergang).
Ubiquinol / Ubiquinon Q10
Q10 kommt in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist eine Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und für den gesamten Organismus lebenswichtig. Coenzym Q10 ist das einzige vom Körper selbst gebildete lipophile (fettlösliche) Antioxidans und wesentlich am Schutz der Zellen vor Freien Radikalen beteiligt. Da Freie Radikale insbesondere bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien gebildet werden, trägt das Q10 in ihnen nicht nur maßgeblich zur Energieversorgung, sondern auch zum Schutz der Mitochondrien bei. Darüber hinaus erfüllt Coenzym Q10 noch weitere wichtige Funktionen. Es hält die Zellmembranen fluide und funktionsfähig und ist am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Q10 wird im Körper kaum metabolisiert und intakt über den Stuhl ausgeschieden. Daher stellt eine externe Zufuhr auch keine zusätzliche Belastung für die Leber oder Nieren dar. Im Produktsortiment der mse Pharmazeutika GmbH befinden sich zahlreiche Q10-Produkte mit individuellen Vorteilen. Gerne beraten wir Sie, welches Produkt das Richtige für Sie ist.
Vitamin B3 – Niacinamid
Niacinamid kommt, wie Q10, in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenonsin-Dinukleotid (NAD) und NikotinamidAdenosin-Dinukleotid-Phosphat (NADP) an zahlreichen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und maßgeblich an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Dabei ist seine Funktion unter anderem eng mit dem Ubiquinol/Ubiquinon Q10 verknüpft. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei der Abwehr reaktiver, Freier Radikale und wirkt bei der Regeneration von Q10 in seine aktive Form mit.
Das mse-Produkt TriaMit-B® enthält Vitamin B3 als Niacinamid und kann eingesetzt werden, um ein Bioenergetisches Defizit im Körper auszugleichen. RiboMit® enthält zusätzlich zum Vitamin B3 auch Vitamin B2 und Ubiquinol Q10.
Vitamin B12 – Cobalamin
Vitamin B12 kommt, wie Q10, Vitamin B2 und Vitamin B3 in allen Zellen unseres Organismus vor. Es hat vielfältige Funktionen im Organismus; z.B. im Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, der Zellteilung und der Bildung der Erbinformation. Eine besonders wichtige Rolle spielt Vitamin B12 in der Abwehr des nitrosativen Stresses, der sich durch zu große Mengen von Stickstoffmonoxid (NO) im Körper auszeichnet. Vitamin B12 ist einer der bedeutendsten Gegenspieler des NO, da es in der Lage ist, das überflüssige NO sowie das noch viel aggressivere Peroxinitrit zu binden und damit zu neutralisieren.
Das mse-Produkt Vitamin B12 mse enthält Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin und kann eingesetzt werden, um die oben angeführten körpereigenen Funktionen zu unterstützen.
Vitamin C – Ascorbinsäure
Der Stellenwert von Vitamin C in unserem Abwehrsystem ist allgemein bekannt. Die Substanz übt im Körper jedoch noch zahlreiche weitere Funktionen aus. Es ist unter anderem unerlässlich für die Bildung und Funktion von Kollagen (wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes). Weiterhin ist es als Cofaktor an der Bildung von Gehirnhormonen, Botenstoffen und Entgiftungsvorgängen beteiligt. Darüber hinaus gilt es als eines der wichtigsten Antioxidantien und als sehr effektiver Radikalfänger in unserem Organismus. Des Weiteren regeneriert es Vitamin E.
Da zu hohe Dosierungen (mehr als 50-80 mg) über die Niere ausgeschieden werden, ist es wichtig, ein Produkt zu verwenden, das Vitamin C über einen langen Zeitraum hinweg (6-8 Stunden) gleichmäßig abgibt ohne die Niere zu belasten. Vitamin C mse matrix 500 mg erfüllt diese Anforderungen.
Vitamin D3 - Cholecalciferol
Vitamin D3 ist ein fettlösliches Vitamin und gilt als bedeutendstes der D-Vitamine. Heutzutage wird Vitamin D3 nicht mehr nur als Vitamin sondern auch als Prohormon gehandelt. Zu den zahlreichen von Vitamin D3 erfüllten Funktionen zählen: die Mitwirkung an der Calciumaufnahme, die Aufrechterhaltung normaler Knochen- und Zahnstrukturen sowie der normalen Funktion der Muskeln und Zellteilung. Zudem trägt es zu einer normalen Funktion des Immunsystems und einer gesunden Antwort auf Entzündungsprozesse bei. Als Antioxidans schützt Vitamin D3 die Mitochondrien vor der oxidativen Belastung durch Freie Radikale.
Da ein wichtiger Schritt in der körpereigenen Produktion des Vitamin D3 in der Haut erfolgt und von Sonnenlicht abhängig ist, steigt die Bedeutung der externen Zufuhr, je weniger Zeit ein Mensch in der Sonne verbringt. Im Sortiment der mse Pharmazeutika GmbH finden sich das hochdosierte Vitamin D3 mse intense (10000 I.E.) sowie das niedriger dosierte Vitamin D3 mse (2000 I.E.).
Vitamin K2 – Menaquinon MK-7
Vitamin K2 erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen in unserem Organismus. Es spielt beispielsweise eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und fördert durch seine Funktion in der Atmungskette in den Mitochondrien zusammen mit Q10 die Energiebildung im Körper. Darüber hinaus ist Vitamin K2 unerlässlich für die Aktivierung mehrerer Blutgerinnungsfaktoren sowie eines wichtigen Eiweißes im Knochenstoffwechsel.
Das mse Produkt Vitamin K2 mse enthält das Vitamin in der besonders gut verwertbaren und aktiven Form des Menaquinon MK-7.