Gesund beginnt im Mund
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Was ist Mundpflege?
„Gesund beginnt im Mund“ – dieser Spruch ist vielen bekannt. Doch dass damit nicht nur die Gesundheit der Zähne gemeint ist, sondern des gesamten Körpers, wissen die wenigsten. Mundpflege ist die Sammelbezeichnung für alle hygienischen Maßnahmen innerhalb der Mundhöhle. Dazu gehören das tägliche Reinigen und Pflegen der Zähne, der Zahnzwischenräume, des Zahnfleisches und ggf. der Zunge.
Auf einen Blick
- Mundpflege umfasst Zähne, Zahnzwischenräume, Zahnfleisch und Zunge
- Zahnbelag mit seinen Bakterien ist die Hauptursache von Zahnfleischproblemen
- Eine ausgeglichene Mundflora schützt Zähne und Zahnfleisch
Gesund beginnt im Mund – die Bedeutung der Mundpflege
Denn es ist tatsächlich so, dass eine schlechte Mundhygiene Ausgang für viele Krankheiten sein kann, die auch außerhalb der Mundhöhle auftreten können. Eine gründliche Mundpflege ist daher von noch größerer Bedeutung, als man vielleicht denken könnte. In der Regel versteht der Verbraucher unter Mundhygiene vor allem die Pflege seiner Zähne. Dabei ist die tägliche vorbeugende Pflege des Zahnfleisches genauso wichtig, da ein intaktes Zahnfleisch auch die Voraussetzung für gesunde Zähne ist.
Zahnfleischprobleme ernst nehmen
Das Zahnfleisch ist Teil der Mundschleimhaut. Es bedeckt die Kieferknochen und umschließt die Zahnhälse. Gesundes Zahnfleisch ist straff, leicht getüpfelt und hat eine blass-rosa Farbe. Das Zahnfleisch erfüllt zwei wichtige Funktionen: zum einen ist es Bestandteil des Zahnhalteapparates und verankert den Zahn im Kiefer. Zum anderen schützt es die empfindliche Zahnwurzel vor eindringenden Bakterien, indem es den Zahn dicht umschließt. Insbesondere Zahnhals und Zahnwurzeln haben nur eine sehr dünne Schmelzschicht, die sie nicht ausreichend vor Bakterien schützt. Auch die Zahnzwischenräume werden vom Zahnfleisch ausgefüllt.
Eine Entzündung des Zahnfleisches wird als Gingivitis bezeichnet. Dauert die Entzündung über einen längeren Zeitraum an, kann sich daraus eine Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnbetts entwickeln, die in einem Zahnverlust aufgrund der Zerstörung des Zahnhalteapparates gipfeln kann. Ab einem Alter von 40 Jahren ist es wahrscheinlicher, einen Zahn durch eine Erkrankung des Zahnfleisches zu verlieren als durch Karies.
Die Ursachen aller Zahnfleischprobleme
Die Ursachen aller Zahnfleischprobleme sind vor allem die im Zahnbelag (Plaque) vorkommenden schädlichen Bakterien und deren Stoffwechselprodukte (siehe Abschnitt „Mundflora“). Der Zahnbelag besteht aus Bakterien, Nahrungsresten und Speichel. Er bildet sich schon kurz nach dem Zähneputzen, vor allem zwischen dem Zahnhals und Zahnfleisch, aber auch in den Zwischenräumen der Zähne sowie in den Vertiefungen der Kauflächen.
Durch die Verhärtung der Plaques entsteht Zahnstein, an dem sich weiterer Zahnbelag ansammelt. Im Zahnbelag finden die Bakterien ideale Lebensbedingungen vor und vermehren sich daher sehr schnell: je älter der Zahnbelag, desto höher die Anzahl der Bakterien. Sie scheiden Toxine (Giftstoffe) und Säuren aus, die die Zähne und das Zahnfleisch schädigen.
Folgende Faktoren können Zahnfleischprobleme begünstigen:
- mangelhafte Mundhygiene
- Übergewicht
- falsche Ernährung
- Stress
- Rauchen
- hoher Blutdruck
- Diabetes
- Schwächung des Immunsystems
Folgen
Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist das Anfangsstadium von Zahnfleischproblemen. Bakterien im Zahnbelag können die Saumzellen des Zahnfleisches (spezielle Zellen, mit denen das Zahnfleisch am Zahnhals haftet) angreifen und es vom Zahn lösen. Die Giftstoffe der Mikroorganismen können in das jetzt aufgeweichte Zahnfleisch eindringen und dort zu einer Entzündung führen. Die betroffenen Stellen des Zahnfleisches zeigen eine schmerzhafte Rötung und Schwellung, oft begleitet von einem ausgeprägten Mundgeruch. Das Zahnfleisch kann schmerzen und beim Zähneputzen sowie beim Essen bluten.
Wird eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht behandelt und dauert über einen längeren Zeitraum an, kann sie in eine Zahnbetterkrankung (Parodontitis) übergehen oder bei einer bereits bestehenden Parodontitis den Verlauf beschleunigen. Die Bakterien können jetzt tiefer in das Zahnfleisch eindringen und die Entzündung kann sich in tieferen Schichten des Zahnfleisches ausbreiten. Zwischen dem abgelösten Zahnfleischsaum und dem Zahnfleisch kann sich eine Tasche bilden, in der die Bakterien von der Zahnbürste nicht mehr erreicht werden können. Wird die Parodontitis chronisch, kann eine allmähliche Schädigung des Zahnhalteapparates und der Kieferknochensubstanz erfolgen, so dass der betroffene Zahn den Halt verliert und ausfällt.
Mundflora
Die Mundhöhle wird von über 50 Milliarden Bakterien und Hefen besiedelt, die zu über 600 Arten gehören. Zwischen den verschiedenen Keimen besteht ein Gleichgewicht. Die Mikroorganismen haften an den Zähnen, auf der Schleimhaut und der Zunge.
Die Mundflora hat vor allem eine Schutzfunktion gegen unerwünschte Keime. Gleichzeitig kann sie das Immunsystem unterstützen. Eine im Gleichgewicht befindliche Mundflora ist Grundvoraussetzung für gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne. Veränderungen der Mundflora können daher nicht nur zu Mundgeruch, sondern auch zu Zahn- und Zahnfleischproblemen führen. Das Gleichgewicht der Mundflora kann durch verschiedene Faktoren gestört werden, wie z.B. eine zuckerreiche Ernährung, bestimmte Medikamente, aber auch eine übertriebene Mundhygiene.
Gut zu wissen: Eine Parodontitis kann über den Mund hinausgehen
Eine Bakterienart, die entscheidend an der Entstehung einer schweren Parodontitis beteiligt ist, ist Porphyromonas gingivalis. Forschungsergebnisse konnten zeigen, dass das Bakterium nicht nur an der Entstehung einer Parodontitis beteiligt ist. Seine Stoffwechselendprodukte konnten auch in der Hirnsubstanz von Alzheimerpatienten nachgewiesen werden und wird als möglicher Auslöser der Krankheit diskutiert. Das bekannte Peptid Amyloid-beta, das sich ebenfalls in der Hirnsubstanz bei Alzheimerpatienten finden lässt, wird hier als mögliche antibakteriell wirkende Substanz diskutiert (körpereigenes Antibiotikum). Lagert sich Amyloid-beta allerdings in größeren Mengen ab, hat es eine nervenschädigende Wirkung. Auch in Plaques in Blutgefäßwänden konnte P. gingivalis bereits nachgewiesen werden und hier zum Fortschreiten einer Atherosklerose beitragen.
Mitochondrien und Mundgesundheit
Die Energiebereitstellung für alle Stoffwechselabläufe in unserem Organismus erfolgt zum größten Teil über die Atmungskette in den Mitochondrien („Kraftwerke der Zellen“). In Abhängigkeit von ihrer Funktion und ihres Energiebedarfs verfügen die Zellen in unserem Körper über bis zu 1.600 Mitochondrien.
Im Verlauf der zellulären Energiegewinnung entstehen ständig und auf natürliche Weise besonders reaktive („aggressive“) Sauerstoffverbindungen, die sogenannten freien Radikale. Normalerweise werden freie Radikale durch antioxidative Abwehrstoffe unschädlich gemacht. Ist die antioxidative Kapazität des Organismus aber durch Mangelzustände eingeschränkt oder kommt es aufgrund einer entzündlichen Erkrankung zu einer vermehrten Produktion freier Radikale, reicht die körpereigene Abwehr nicht mehr aus und es kann zu irreparablen Schäden in den Zellen und Mitochondrien kommen.
Der bioenergetische Zustand und damit die Leistungsfähigkeit sowie das Überleben einer Zelle hängt von der Anzahl der intakten Mitochondrien und deren Versorgungszustand mit Makro- und Mikronährstoffen ab. Wenn etwa 40% der Mitochondrien geschädigt sind, treten die ersten Symptome eines Energiemangels auf. Steigt der Grad der Schädigung weiter an, manifestieren sich die typischen Symptome chronischer Erkrankungen.
Vorbeugende Maßnahmen
Bakterielle Beläge und Entzündungen stellen ein großes Risiko für die Mundgesundheit dar. Da bakterielle Zahnbeläge die Hauptursache sowohl für Zahnfleischprobleme als auch für Karies sind, kann hier eine regelmäßige, gründliche und richtige Mund- und Zahnpflege erfolgreich vorbeugen.
Weitere wichtige vorbeugende Maßnahmen sind:
- regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt
- eine gesunde und zuckerarme Ernährung
- Einsatz mitotroper Substanzen, wie Ubiquinol/Ubiquinon Q10, Vitamin C und D3
- Verzicht auf Nikotinkonsum
- Unterstützung des Immunsystems
- Vermeidung von Stress
- Gewichtsreduzierung
Relevante Mitoceuticals®
Eine Vielzahl sogenannter Mitotroper Substanzen trägt direkt und indirekt zur Erhaltung der natürlichen Funktion der Mitochondrien und zu ihrem Schutz bei. Diese meist körpereigenen Substanzen spielen in der Regel zentrale Rollen im mitochondrialen Stoffwechsel und sind für viele Stoffwechselreaktionen essenziell. Die Vermeidung beziehungsweise der Ausgleich von Mangelzuständen dieser Substanzen können zur Erhaltung normaler Zellfunktionen beitragen. Im Folgenden wird auf die relevanten Mitotropen Substanzen zur Behandlung und Prävention entzündlicher Erkrankungen im Mundraum kurz eingegangen. Im Zentrum steht hierbei eine Unterstützung der antioxidativen Abwehr. Die Substanzen sollten außerdem darauf abgestimmt sein, die bakterielle Mundflora in Richtung der erwünschten (förderlichen) Bakterien zu verschieben.
Ubiquinol / Ubiquinon Q10
Q10 kommt in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist eine Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und für den gesamten Organismus lebenswichtig. Coenzym Q10 ist das einzige vom Körper selbst gebildete lipophile (fettlösliche) Antioxidans und wesentlich am Schutz der Zellen vor Freien Radikalen beteiligt. Da Freie Radikale insbesondere bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien gebildet werden, trägt das Q10 in ihnen nicht nur maßgeblich zur Energieversorgung, sondern auch zum Schutz der Mitochondrien bei. Darüber hinaus erfüllt Coenzym Q10 noch weitere wichtige Funktionen. Es hält die Zellmembranen fluide und funktionsfähig und ist am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Q10 wird im Körper kaum metabolisiert und intakt über den Stuhl ausgeschieden. Daher stellt eine externe Zufuhr auch keine zusätzliche Belastung für die Leber oder Nieren dar.
Vitamin B3 (Niacinamid)
Niacinamid kommt, wie Q10, in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid (NAD) und Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid-Phosphat (NADP) an zahlreichen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und maßgeblich an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Dabei ist seine Funktion unter anderem eng mit dem Ubiquinol/Ubiquinon Q10 verknüpft. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei der Abwehr reaktiver, Freier Radikale und wirkt bei der Regeneration von Q10 in seine aktive Form mit.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Der Stellenwert von Vitamin C in unserem Abwehrsystem ist allgemein bekannt. Die Substanz übt im Körper jedoch noch zahlreiche weitere Funktionen aus. Sie ist unter anderem unerlässlich für die Bildung und Funktion von Kollagen (wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes), sowie als Cofaktor an der Bildung von Hypothalamushormonen, Botenstoffen und Entgiftungsvorgängen beteiligt. Darüber hinaus gilt Vitamin C als eine der wichtigsten Antioxidantien und als sehr effektiver Radikalfänger in unserem Organismus. Hervorzuheben ist, dass Vitamin C vor Reperfusionsschäden (Minderdurchblutung) bei Operationen schützt. Des Weiteren regeneriert es Vitamin E.
Omega-3-Fettsäuren
Die Omega-3-Fettsäuren sind Bausteine der Membranen (Zellen, Mitochondrien, rote Blutkörperchen u. a.) und Ausgangssubstanzen für die Bildung von Gewebshormonen, die als lokale Botenstoffe bei der Signalübertragung eine wichtige Rolle spielen. Sie haben eine wichtige Funktion in Bezug auf die richtige Zusammensetzung der Blutfette und damit die Fließeigenschaft des Blutes sowie die Durchblutung (durch Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone). Weiterhin werden Omega-3-Fettsäuren für den Blutdruck, die Flexibilität der Zellmembranen, das Immunsystem, unseren Hautstoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System sowie die Hirn- und Gedächtnisleistung benötigt.
Taurin
Taurin ist eine körpereigene Substanz, eine Aminosulfonsäure. Nach L-Glutamin ist es die am häufigsten in unserem Körper vorkommende Aminosäure, die allerdings nicht an der Bildung von Proteinen beteiligt ist. Taurin ist vor allem in den Mitochondrien und Zellmembranen zu finden. Membranen sind wichtige Zellbestandteile, da über sie sowohl der Austausch von Ionen als auch von Informationen zwischen den Zellen und ihrer Umgebung stattfindet. Auch die Energiegewinnung in den Mitochondrien findet an den inneren Membranen statt. Hier kann Taurin die Ausbildung von freien Radikalen verhindern.
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