Herzerkrankungen

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Struktur und Funktion des Herzens

Struktur und Funktion des Herzens

Das Herz stellt den wahrscheinlich wichtigsten Muskel in unserem Körper dar. Es ist in etwa faustgroß und formt vier Hohlräume: den rechten und linken Vorhof sowie die rechte und linke Herzkammer. Das Kammersystem des Herzens stellt einen zentralen Dreh- und Angelpunkt des Blutgefäßsystems dar. Aus seiner Position zwischen den Lungenflügeln und hinter dem Brustbein heraus leistet es täglich Schwerstarbeit. Jede Minute zieht sich der Herzmuskel ca. 55-80 mal zusammen und pumpt auf diese Weise etwa 5 Liter Blut pro Minute durch unseren Organismus. Im Laufe eines Menschenlebens wird so durch ca. 3 Milliarden Herzschläge ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Litern Blut durch den Organismus gepumpt. Um diese herausragende Leistungsfähigkeit zu erhalten und die Herzmuskelzellen optimal zu versorgen, verfügt das Herz über ein besonders ausgeprägtes eigenes Blutgefäßsystem - die Herzkranzgefäße (Koronararterien).

In ihrer Gesamtheit bilden Herz und Blutgefäße (Arterien und Venen) das Herz-Kreislaufsystem. Vereinfacht gesprochen fließt das Blut durch die Arterien vom Herzen zu den Organen und durch die Venen von den Organen zum Herzen. Man unterscheidet zwischen dem kleinen Kreislauf (Lungenkreislauf) und dem großen Kreislauf (Körperkreislauf). Über den Lungenkreislauf wird sauerstoffarmes Blut durch die Lungen befördert, wo es mit Sauerstoff aus der Atemluft angereichert wird. Über den Körperkreislauf wird das sauerstoffreiche Blut dann in den Rest des Organismus gepumpt. Auf diese Weise werden die ständige Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie der Abtransport von Stoffwechselendprodukten gewährleistet.

Diagnose von Herzerkrankungen

Unter dem Begriff Herzerkrankungen oder Herzkrankheiten fasst man generell solche Erkrankungen zusammen, die sich am Herzen manifestieren oder ihren Ursprung am Herzen haben. Typische Beispiele für Herzerkrankungen sind die koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelentzündungen. Sie alle fallen in das ärztliche Fachgebiet der Kardiologie.
Vielen dieser Erkrankungen ist gemein, dass Sie in Ihrem Verlauf zu einer verminderten Leistungsfähigkeit des Herzens, einer sog. Herzinsuffizienz, führen können. Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend zu durchbluten.
Herzerkrankungen können erblich bedingt (angeboren) sein oder sich im Verlauf des Lebens, z.B. aufgrund einer ungesunden Lebensweise oder altersbedingt entwickeln. In vielen Fällen geht einer Herzerkrankung eine Verengung oder ein Verschluss der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen an der Gefäßwand (Arteriosklerose) voraus. Dadurch wird das Herz selbst nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und es kann zu Funktionseinbußen des Herzmuskelgewebes kommen.
Die Folgen einer Herzerkrankung sind für unseren Organismus vielschichtig und bei jedem Patienten unterschiedlich ausgeprägt. Aufgrund der gestörten Durchblutungssituation können die Körperzellen nur noch unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Außerdem können sich Stoffwechselendprodukte in den Geweben und Zellen ablagern, da sie nicht mehr vollständig abtransportiert werden können.
Aufgrund der unzureichenden Versorgung kann es im Gewebe zur Bildung eines Bioenergetischen Defizits, oder umgangssprachlich einem Energiemangel kommen. In der Folge können die Durchblutungsstörungen zu Schädigungen der unterversorgten Gewebe und daraus resultierenden Funktionsstörungen von Geweben und Organen führen. In Extremfällen kann dies bis hin zur Entwicklung chronischer Erschöpfungszustände führen.
Die Symptome der verschiedenen Herzerkrankungen sind ebenso vielseitig, wie die Erkrankungen selbst. Anhaltspunkte für eine Herzerkrankung können Brustschmerzen, Schweißausbrüche, Übelkeit, Atemnot, Chronische Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder plötzliches Auftreten von Herzrasen sein.
Um eine potenziell vorliegende Herzerkrankung zweifelsfrei festzustellen, sollte immer ein Kardiologe zu Rate gezogen werden, der eine entsprechende Prüfung der Herzfunktionen vornehmen kann. Darüber hinaus sind regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen empfehlenswert, um beginnende Erkrankungen frühzeitig erkennen und therapieren zu können.

Schematische Darstellung altersbedingter Veränderungen im Stoffwechsel der Mitochondrien.
Schematische Darstellung altersbedingter Veränderungen im Stoffwechsel der Mitochondrien.

Mitochondrien und das Herz

Die Energiebereitstellung für alle Stoffwechselabläufe in unserem Organismus erfolgt zum größten Teil über die Atmungskette in den Mitochondrien ("Kraftwerke der Zellen"). Die Muskelzellen des Herzens haben, bedingt durch ihre Funktion, einen sehr hohen Energiebedarf und verfügen jeweils über etwa 1.600 Mitochondrien. Darüber hinaus zeichnen sich Herzmuskelzellen im Vergleich zu Zellen aus anderen Organen über einen ausgesprochen hohen Gehalt an Ubiquinon Q10 (>100µg/g) aus.

Der bioenergetische Zustand und damit die Leistungsfähigkeit sowie das Überleben einer Zelle hängt von der Anzahl der intakten Mitochondrien und deren Versorgungszustand mit Makro- und Mikronährstoffen ab. Wenn etwa 40% der Mitochondrien geschädigt sind, treten die ersten Symptome eines Energiemangels auf. Steigt der Grad der Schädigung weiter an, manifestieren sich die typischen Symptome chronischer Erkrankungen.

Vorbeugende Maßnahmen
In der Vergangenheit wurde eine Reihe einfacher vorbeugender Maßnahmen zum Schutz vor Herzschwäche bzw. Herzerkrankung vorgeschlagen. Zu diesen Maßnahmen zählt die Vermeidung bzw. Reduktion von Übergewicht durch eine ausgewogene und bewusste Ernährung nach dem Prinzip einer LOGI-Diät (low glycemic index), die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren sowie eine Einschränkung des Alkohol- und Tabakkonsums. Weiterhin erscheinen die regelmäßige tägliche Bewegung und die Vermeidung bzw. der bewusste Umgang mit alltäglichen Stresssituation empfehlenswert.


Diätetische Maßnahmen bei Herzerkrankungen
Das Ziel diätetischer Maßnahmen bei Herzerkrankungen muss sein, die Mitochondrien in ihrer natürlichen Funktion zu unterstützen und sie gleichzeitig vor den schädlichen Auswirkungen Freier Radikale zu schützen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich diese Ziele durch den gezielten, bedarfsgerechten Einsatz einer Reihe von natürlichen oder naturnahen Substanzen verfolgen lassen.

Relevante Mitotrope Substanzen

Eine Vielzahl sogenannter Mitotroper Substanzen (vgl. Verbraucherinformation Mitotrope Substanzen) trägt direkt und indirekt zur Erhaltung der natürlichen Funktion der Mitochondrien und zu ihrem Schutz bei. Diese meist körpereigenen Substanzen spielen in der Regel zentrale Rollen im mitochondrialen Stoffwechsel und sind für viele Stoffwechselreaktionen essenziell. Die Vermeidung beziehungsweise der Ausgleich von Mangelzuständen dieser Substanzen können zur Erhaltung besonders energieaufwändiger Körperfunktionen beitragen.
Im Folgenden werden die relevanten Mitotropen Substanzen zur Behandlung und Prävention von Herzerkrankungen kurz erläutert. Diese und weitere Beschreibungen wichtiger Mitotroper Substanzen finden Sie auch in unserer Verbraucherinformation Mitotrope Substanzen.

Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren sind Bausteine der Membranen (Zellen, Mitochondrien, rote Blut-körperchen u. a.) und Ausgangssubstanzen für die Bildung von Gewebshormonen, die als lokale Botenstoffe bei der Signalübertragung eine wichtige Rolle spielen. Sie haben eine wichtige Funktion in Bezug auf die richtige Zusammensetzung der Blutfette und damit die Fließeigenschaft des Blutes sowie die Durchblutung (durch Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone). Weiterhin werden Omega-3-Fettsäuren für den Blutdruck, die Flexibilität der Zellmembranen, das Immunsystem, unseren Hautstoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System sowie die Hirn- und Gedächtnisleistung benötigt.
Das mse-Produkt EnzOmega® enthält pro Kapsel 750 mg Omega-3-Fettsäuren, davon 500 mg Eicosapentaensäure (EPA) und 250 mg Decosahexaensäure (DHA) im physiologischen Verhältnis von 2:1.

Ubiquinol / Ubiquinon Q10

Q10 kommt in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist eine Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und für den gesamten Organismus lebenswichtig. Coenzym Q10 ist das einzige vom Körper selbst gebildete lipophile (fettlösliche) Antioxidans und wesentlich am Schutz der Zellen vor Freien Radikalen beteiligt. Da Freie Radikale insbesondere bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien gebildet werden, trägt das Q10 in ihnen nicht nur maßgeblich zur Energieversorgung, sondern auch zum Schutz der Mitochondrien bei. Darüber hinaus erfüllt Coenzym Q10 noch weitere wichtige Funktionen. Es hält die Zellmembranen fluide und funktionsfähig und ist am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Q10 wird im Körper kaum metabolisiert und intakt über den Stuhl ausgeschieden. Daher stellt eine externe Zufuhr auch keine zusätzliche Belastung für die Leber oder Nieren dar. Im Produktsortiment der mse Pharmazeutika GmbH befinden sich zahlreiche Q10-Produkte mit individuellen Vorteilen. Gerne beraten wir Sie, welches Produkt das Richtige für Sie ist.

Vitamin B3 – Niacinamid

Niacinamid kommt, wie Q10, in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenonsin-Dinukleotid (NAD) und NikotinamidAdenosin-Dinukleotid-Phosphat (NADP) an zahlreichen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und maßgeblich an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Dabei ist seine Funktion unter anderem eng mit dem Ubiquinol/Ubiquinon Q10 verknüpft. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei der Abwehr reaktiver, Freier Radikale und wirkt bei der Regeneration von Q10 in seine aktive Form mit.

Das mse-Produkt TriaMit-B® enthält Vitamin B3 als Niacinamid und kann eingesetzt werden, um ein Bioenergetisches Defizit im Körper auszugleichen. RiboMit® enthält zusätzlich zum Vitamin B3 auch Vitamin B2 und Ubiquinol Q10.

Vitamin C - Ascorbinsäure

Der Stellenwert von Vitamin C in unserem Abwehrsystem ist allgemein bekannt. Die Substanz übt im Körper jedoch noch zahlreiche weitere Funktionen aus. Sie ist unter anderem unerlässlich für die Bildung und Funktion von Kollagen (wesentlicher Bestandteil des Binde-gewebes, sowie als Cofaktor an der Bildung von Hypothalamushormonen , Botenstoffen und Entgiftungsvorgängen beteiligt. Darüber hinaus gilt Vitamin C als eine der wichtigsten Antioxidantien und als sehr effektiver Radikalfänger in unserem Organismus. Hervorzuheben ist, dass Vitamin C vor Reperfusionsschäden (Minderdurchblutung) bei Operationen schützt. Des Weiteren regeneriert es Vitamin E.

Da zu hohe Dosierungen (mehr als 50-80 mg) über die Niere ausgeschieden werden, ist es wichtig, ein Produkt zu verwenden, das Vitamin C über einen langen Zeitraum hinweg (6-8 Stunden) gleichmäßig abgibt, ohne die Nieren zu belasten. Vitamin C mse matrix 500 mg erfüllt diese Anforderungen.