Autism and ADHD
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Was ist Autismus, was ist ADHS?
Autismus ist eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung, die sich vor dem 3. Lebensjahr bemerkbar macht und die durch extreme „Abkapselung“ von der Umwelt und durch eingeschränkte, sich wiederholende Verhaltensmuster gekennzeichnet ist. ADHS ist eine, schon im Kindesalter beginnende, psychische Störung. Symptome sind Aufmerksamkeitsschwäche, impulsives Verhalten und manchmal auch Hyperaktivität.
Auf einen Blick
- Autismus und ADHS sind Entwicklungsstörungen, die im Kindesalter beginnen
- Neben genetischen Ursachen können Probleme mit der Darmfunktion vorliegen
- Die Behandlung ist individuell und braucht professionelle Hilfe
Erscheinungsbild
Weitere Symptome bei Autismus sind:
- kein Gefühl für Gefahrensituationen
- geringe Frustrationstoleranz
- stark eingeschränkte Wahrnehmung der Umgebung
- Schlafstörungen (sehr frühes Aufwachen)
- Vermeidung von Blick- und Körperkontakt
- Probleme mit der Darmflora und Darmschleimhaut
- Abkapselung gegenüber der Umwelt; kein Spielen mit anderen Kindern
Bei ADHS ist die Ausprägung unterschiedlich. Mal steht die Hyperaktivität im Vordergrund, wie beim Zappelphilipp, mal die Aufmerksamkeitsschwäche, wie beim Hans-guck-in-die-Luft.
Die Ursachen von Autismus und ADHS
Zusätzlich zu möglichen genetischen Ursachen können Probleme mit dem Darm bzw. mit der Darmfunktion vorliegen. Zum Beispiel kann vermehrt Zink und Vitamin B6 über den Urin ausgeschieden werden und dadurch dem Körper verloren gehen. Durch die unvollständige Verdauung von Milch- und/oder Getreideprodukten entstehen schädliche Abbauprodukte, die den Körper sehr belasten. Süßstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und andere Zusatzstoffe in den Nahrungsmitteln belasten den Organismus zusätzlich.
Folgen von Autismus und ADHS
Eine der Hauptfolgen von Autismus und ADHS ist körperlicher Stress. Dies kann zu …
- einer vermehrten Hormonausschüttung (beeinflusst nahezu alle Organe)
- einem erhöhten Energieumsatz
- Entzündungsprozessen
- einer Belastung des Immunsystems
- vermehrter Bildung Freier Radikale
führen. Bei Stress ist der Bedarf an Mikronährstoffen, wie Q10, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhöht.
MitoMedizin bei Autismus und ADHS
Die Energiebereitstellung für alle Stoffwechselabläufe in unserem Organismus erfolgt zum größten Teil über die Atmungskette in den Mitochondrien („Kraftwerke der Zellen“). In Abhängigkeit von ihrer Funktion und ihres Energiebedarfs verfügen die Zellen unseres Körpers über bis zu 1.600 Mitochondrien.
Der bioenergetische Zustand und damit die Leistungsfähigkeit sowie das Überleben einer Zelle hängt von der Anzahl der intakten Mitochondrien und deren Versorgungszustand mit Makro- und Mikronährstoffen ab. Wenn etwa 40% der Mitochondrien geschädigt sind, treten die ersten Symptome eines Energiemangels auf. Steigt der Grad der Schädigung weiter an, manifestieren sich die typischen Symptome chronischer Erkrankungen.
Die oben genannten Ursachen und Folgen von Autismus und ADHS (vor allem oxidativer und nitrosativer Stress, psychischer Stress, chronische Entzündungen, Infekte sowie ein Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelement-Mangel) können zu einer Schädigung der Mitochondrien führen. Die Energiebildung ist gestört. Vor allem die Aktivitäten in den Komplexen I, II und III der mitochondrialen Atmungskette sind merklich reduziert.
Vorbeugende und behandelnde Maßnahmen
Die Behandlung von Autismus und ADHS ist individuell. Nachfolgende Maßnahmen bzw. Therapien können erfolgreich eingesetzt werden:
- gluten- und caseinfreie Diät
- Optimierung des Energie- und Mikronährstoffhaushaltes
- regelmäßige, körperliche Aktivitäten in vernünftigem Maße
- gesunde Ernährung mit Lebensmitteln u. a. ohne Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker
- Entgiftung, wenn eine erhöhte Schwermetallbelastung vorliegt
- Verhaltenstherapie
- orthopädische Behandlungen z.B. bei Kopfschiefstellung
Menschen mit Autismus und ADHS brauchen professionelle Hilfe. Ein interdisziplinärer Ansatz d.h. die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen sollte bei diesen komplexen Erkrankungen in Erwägung gezogen werden.
Relevante Mitoceuticals®
Eine Vielzahl sogenannter Mitotroper Substanzen (vgl. Verbraucherinformation Mitotrope Substanzen) trägt direkt und indirekt zur Erhaltung der natürlichen Funktion der Mitochondrien und zu ihrem Schutz bei. Diese meist körpereigenen Substanzen spielen in der Regel zentrale Rollen im mitochondrialen Stoffwechsel und sind für viele Stoffwechselreaktionen essenziell. Die Vermeidung beziehungsweise der Ausgleich von Mangelzuständen dieser Substanzen können zur Erhaltung besonders energieaufwändiger Körperfunktionen beitragen. Im Folgenden werden die relevanten Mitotropen Substanzen zur Behandlung und Prävention von Autismus und ADHS kurz erläutert.
Ubiquinol / Ubiquinon Q10
Q10 kommt in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist eine Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und für den gesamten Organismus lebenswichtig. Coenzym Q10 ist das einzige vom Körper selbst gebildete lipophile (fettlösliche) Antioxidans und wesentlich am Schutz der Zellen vor Freien Radikalen beteiligt. Da Freie Radikale insbesondere bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien gebildet werden, trägt das Q10 in ihnen nicht nur maßgeblich zur Energieversorgung, sondern auch zum Schutz der Mitochondrien bei. Darüber hinaus erfüllt Coenzym Q10 noch weitere wichtige Funktionen. Es hält die Zellmembranen fluide und funktionsfähig und ist am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Q10 wird im Körper kaum metabolisiert und intakt über den Stuhl ausgeschieden. Daher stellt eine externe Zufuhr auch keine zusätzliche Belastung für die Leber oder Nieren dar.
Vitamin B3 (Niacinamid)
Niacinamid kommt, wie Q10, in allen Zellen unseres Organismus vor. Es ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid (NAD) und Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid-Phosphat (NADP) an zahlreichen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und maßgeblich an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Dabei ist seine Funktion unter anderem eng mit dem Ubiquinol/Ubiquinon Q10 verknüpft. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei der Abwehr reaktiver, Freier Radikale und wirkt bei der Regeneration von Q10 in seine aktive Form mit.
Vitamin B12 (Cobalamin)
Vitamin B12 kommt, wie Q10, Vitamin B2 und Vitamin B3 in allen Zellen unseres Organismus vor. Es hat vielfältige Funktionen im Organismus; z.B. im Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, der Zellteilung und der Bildung der Erbinformation. Eine besonders wichtige Rolle spielt Vitamin B12 in der Abwehr des nitrosativen Stresses, der sich durch zu große Mengen von Stickstoffmonoxid (NO) im Körper auszeichnet. Vitamin B12 ist einer der bedeutendsten Gegenspieler des NO, da es in der Lage ist, das überflüssige NO sowie das noch viel aggressivere Peroxinitrit zu binden und damit zu neutralisieren.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Der Stellenwert von Vitamin C in unserem Abwehrsystem ist allgemein bekannt. Die Substanz übt im Körper jedoch noch zahlreiche weitere Funktionen aus. Es ist unter anderem unerlässlich für die Bildung und Funktion von Kollagen (wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes). Weiterhin ist es als Cofaktor an der Bildung von Gehirnhormonen, Botenstoffen und Entgiftungsvorgängen beteiligt. Darüber hinaus gilt es als eines der wichtigsten Antioxidantien und als sehr effektiver Radikalfänger in unserem Organismus. Des Weiteren regeneriert es Vitamin E.
Selen
Das essenzielle Spurenelement Selen fungiert als Cofaktor zahlreicher sog. Selenoproteine im Körper. Unter anderem ist es Bestandteil von antioxidativen Enzymen, die sehr effektiv Freie Radikale unschädlich machen und von Enzymen, die benötigt werden, um Ubiquinon wieder zu Ubiquinol zu regenerieren. Selen ist weiterhin in der Lage, Schadstoffe wie Schwermetalle im Körper so zu binden, dass die entstehenden Verbindungen ausgeschieden werden können. Es ist darüber hinaus bedeutend für eine normale Schilddrüsenfunktion.
Zink
Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das als Cofaktor an etwa 200 lebenswichtigen, durch Enzyme katalysierten Reaktionen beteiligt ist. Hierzu zählen unter anderem der Stoffwechsel, der Aufbau der Erbsubstanz, die Hormonsynthese und einige Immunfunktionen. Außerdem ist es, ähnlich wie Selen, an der Abwehr reaktiver Sauerstoffradikale beteiligt und wird für die Aktivierung von Q10 (Ubiquinon zu Ubiquinol) benötigt.
Magnesium
Magnesium ist als Mineralstoff für einen reibungslosen Ablauf zahlreicher Vorgänge in unserem Organismus unentbehrlich. Es ist Bestandteil von mehr als 300 Enzymen. Magnesium spielt neben Q10, Niacinamid (Vitamin B3) und Riboflavin (Vitamin B2) eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel in den Mitochondrien unserer Zellen. Es aktiviert bestimmte Enzyme der Atmungskette in der inneren Mitochondrienmembran, wo ca. 85% der zellulären Energie gewonnen werden. Darüber hinaus hat Magnesium wichtige Funktionen im Muskel-, Nerven-, Hormon- und Eiweißstoffwechsel. Im Hormonstoffwechsel reduziert es beispielsweise die Freisetzung von Stresshormonen und dämpft damit die Stressreaktionen im Organismus. Deshalb kann eine Unterversorgung mit Magnesium zu Übererregbarkeit, Angespanntheit, Gereiztheit, Nervosität und einer höheren Stressanfälligkeit führen.
Glutathion
Als eines der wichtigsten Antioxidantien des Körpers ist Glutathion in den Zellen nahezu aller Organe aktiv. Zwischen 10 und 15% des Glutathions befindet sich in den Mitochondrien, wo im Zuge der Energiegewinnung große Mengen Freier Radikale entstehen. In Verbindung mit dem körpereigenen Enzym Glutathion-Peroxidase (GPX) sorgt es dafür, dass potenziell schädliches Wasserstoffperoxid zu harmlosem Wasser entgiftet wird. Darüber hinaus hat es eine wichtige Funktion bei der Entgiftung von Schadstoffen, im Immunsystem und der Sauerstoffversorgung unserer Zellen. Für die optimale physiologische Funktion des Glutathions sind ausreichende Konzentrationen der Spurenelemente Selen, Zink und Mangan sowie die Vitamine B12, C, E und Folsäure notwendig. Liegt ein zu niedriger Glutathion-Spiegel vor, sind wichtige Funktionen unseres Organismus eingeschränkt.
Omega-3-Fettsäuren
Die Omega-3-Fettsäuren sind Bausteine der Membranen (Zellen, Mitochondrien, rote Blutkörperchen u. a.) und Ausgangssubstanzen für die Bildung von Gewebshormonen, die als lokale Botenstoffe bei der Signalübertragung eine wichtige Rolle spielen. Sie haben eine wichtige Funktion in Bezug auf die richtige Zusammensetzung der Blutfette und damit die Fließeigenschaft des Blutes sowie die Durchblutung (durch Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone). Weiterhin werden Omega-3-Fettsäuren für den Blutdruck, die Flexibilität der Zellmembranen, das Immunsystem, unseren Hautstoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System sowie die Hirn- und Gedächtnisleistung benötigt.
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